über den Palast


Der Goetz Palast in Brzesko ist eine Kombination aus der Schönheit aristokratischer Traditionen und dem Reichtum an kulturellen und historischen Werten.

Die architektonische Perle der Region

Die architektonische Perle der Region

Von einem renommierten Architekturbüro aus Wien entworfen und 1898 erbaut, ist er eine der prächtigsten Residenzen des späten 19. Jahrhunderts.

Der Hauptbaukörper bildet zusammen mit den durch Galerien verbundenen Seitenflügeln, der Kapelle und der Orangerie ein imposantes Bauwerk.

Die Innenräume des Palastes

Kunstvolle Details

Die Innenräume sind mit figürlichen und ornamentalen Stuckdecken, Bildwirkereien, gealterten Spiegeln, profilierten Holzdecken, Wandleuchten und Kronleuchtern sowie gemusterten Böden dekoriert. Es gibt auch einige Kunstwerke, Glasmalereien, Möbel und Gemälde, die Kopien der Werke der spanischen, flämischen und italienischen Barockmalerei sind.

Kryształowy żyrandol na suficie ozdobionym złotymi motywami roślinnymi w sali bankietowej Pałacu Goetz
Widok z góry na budynek Pałacu Goetz i fontannę w ogrodzie

Der Englische Garten

Im Herzen eines malerischen Parks

Rund um den Palast erstreckt sich ein 14-Hektar großer Park im englischen Stil, mit einem schönen, alten Baumbestand. Von der ursprünglichen Natur des Palastparks sind 11 Naturdenkmäler, 43 Baumarten (auch exotische) und 12 Straucharten erhalten geblieben.

Renovierung des Palastes

Ursprüngliche Schönheit wiederherstellen

Das Palastgebäude wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalkonservator, mit größter Liebe zum Detail restauriert. Die eleganten Bankettsäle, die Vorhalle im Jagdstil und das Atrium mit einzigartigen Holztreppen haben ihren einstigen Glanz und ihren aristokratischen Geist wiedererlangt, um die Gäste wieder mit ihrer einzigartigen Schönheit zu erfreuen.

Historischer Hintergrund


1845

Die Brauerei Okocim

Die Geschichte dieses Ortes ist untrennbar mit dem Stammvater der polnischen Goetz-Linie – Jan Baptiste – verbunden, der 1845 aus Württemberg nach Okocim kam, um gemeinsam mit seinem polnischen Partner eine Brauerei zu gründen.

Ein wunderbarer Mann, der sich nicht nur um die Belange der Brauerei kümmerte, sondern auch um ihre Mitarbeiter. In seinen philanthropischen und sozialen Tätigkeiten baute er Schulen, Kirchen und Bibliotheken und half den damals armen Einwohnern von Galizien.

1898

Bau des Palastes

Der Bau des Palastes fiel der zweiten Generation der Familie Goetz zu – Jan Albin, der von seinem Vater im Geiste des Polentums erzogen wurde, bestätigte seinen Namen in der Adelsfamilie als Jan Albin Goetz Okocimski.

Jan Albin erwies sich nicht nur als ein effizienter Verwalter des gesamten Anwesens, sondern auch als ein unvergleichlicher Industrieller, König des Bieres, Schöpfer der Macht der Okocim‑Brauerei, ein Philanthrop und Förderer der Künste.

Wie sein Vater war er sensibel für die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Belange Polens, und sein Engagement wurde mit dem Kommandeurskreuz des Ordens Polonia Restituta gewürdigt.

1929

Angesichts der großen Wirtschaftskrise

Die schwierigste Zeit in der Vermögensverwaltung war die Herrschaft der dritten und letzten Generation der polnischen Goetz-Linie − Antoni Jan.

Die Weltwirtschaftskrise verursachte viele Probleme bei der Aufrechterhaltung der Brauerei, und die Gefahr einer Insolvenz wurde nur dank weiser Entscheidungen und Dankbarkeit der Mitarbeiter abgewendet, von denen trotz der Krise niemand seinen Arbeitsplatz verlor.

1939

Auswanderung der Familie Goetz

Als die Brauerei und das gesamte Anwesen mit den Schwierigkeiten fertig wurden, kam der letzte Schlag in Form des Zweiten Weltkriegs. Ermutigt, die Deutsche Volksliste zu unterzeichnen und in die fünfte Kolonne zu wechseln, weigerte sich Antoni Jan rundweg, weil er sich für einen Polen hielt. Das entschied über sein weiteres Schicksal und das Schicksal seines Vermögens.

Flucht, Auswanderung und das neue politische System in Polen setzten seiner Rückkehr nach Okocim ein Ende. Er starb in der Hauptstadt Kenias, wenn er mit seiner Frau bis Ende seines Lebens eine gemütliche Teestube führte.

Am 21. Oktober 2017 wurde die Asche von Antoni Goetz nach 55 Jahren nach Polen überführt und in der Krypta der Pfarrkirche in Okocim beigesetzt.

1944

Nachkriegsschicksal des Palastes

Mit dem Verstaatlichungserlass von 1944 gingen der Palast und der angrenzende Park in das Eigentum der Staatskasse über.

Es wurde beschlossen, eine Schule im Palast anzusiedeln, und bis 2002 wurde das Gebäude von Schülerinnen und Schülern des Lyzeums als Schulgebäude genutzt.

2002

Als die letzte Schulglocke verklang

Bis 2002 gab es hier zwei Schulen: die allgemeinbildende Oberschule und Verband der Wirtschaftsschulen.

Nach dem Umzug in neue Räumlichkeiten blieb der Palast unter der Verwaltung des Landratsamtes in Brzesko ungenutzt.

2007

Ausschreibung

Mit Beschluss vom 26. Juni 2007 beschloss der Rat des Kreises, den Palast per Ausschreibung mit Vorkaufsrecht der Erben der Familie Goetz zu verkaufen.

Mit notarieller Urkunde vom 30. November 2007 ging der ehemalige Stammsitz der Familie Goetz wieder in deren Besitz über.

2008

Verkauf des Palastes

Aufgrund des katastrophalen technischen Zustands des Gebäudes und der Notwendigkeit einer vollständigen Renovierung verkauften die Erben den Palast in Okocim an einen privaten Investor, der die Renovierung und Wiederherstellung seines früheren Glanzes übernahm.

2010

Beginn der Renovierungsarbeiten

Eine gründliche Renovierung war ursprünglich für 2 Jahre geplant. Leider zeigten die vor Beginn der Arbeiten durchgeführten Gutachten nicht den tatsächlichen technischen Zustand des Gebäudes, was dazu führte, dass sich der Umfang der durchzuführenden Arbeiten erheblich erweitert hat.

2014

Wiedergewonnene Schönheit

Schließlich wurden der Hauptbaukörper und der Westflügel 4 Jahre später als geplant in Betrieb genommen.

2020

Abschluss der Arbeiten

Die Renovierung des Ostflügels wurde 2020 abgeschlossen.

Besichtigung des Palastes


Die Besichtigung des Palastes durch Individualtouristen findet zu festgelegten Terminen statt, über die wir Sie über soziale Medien und Informationen auf der Website informieren. Organisierte Gruppen haben die Möglichkeit den Palast nach Voranmeldung zu besichtigen. Die Besichtigung erfolgt mit einem Führer und dauert ca. 1 Stunde.

Derzeit führen wir keine Einzelbuchungen durch.